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LoRaWAN, NB-IoT oder Mobilfunk: So wählen Sie die richtige IoT-Konnektivität

LoRaWAN, NB-IoT oder Mobilfunk: keine Technologie gewinnt in jedem Anwendungsfall. Dieser Leitfaden erklärt Reichweite, Stromverbrauch, Payload, Kosten und wann sich welche Technik eignet.

TagoIO Team ·
LoRaWAN, NB-IoT oder Mobilfunk: So wählen Sie die richtige IoT-Konnektivität

Keine Konnektivitätstechnologie gewinnt in jedem Anwendungsfall. Die richtige Wahl hängt von vier Dingen ab: wie oft Ihr Gerät Daten sendet, welche Abdeckung es braucht, wie lange es mit Batterie laufen muss und ob Sie die Netzinfrastruktur selbst besitzen oder einen Mobilfunkanbieter für den Zugang bezahlen wollen.

Treffen Sie diese Entscheidung falsch, verbringen Sie das nächste Jahr damit, Umwege zu bauen.

LoRaWAN: Große Reichweite, geringer Stromverbrauch, kleine Payloads

LoRaWAN arbeitet auf lizenzfreiem Spektrum: 868 MHz in Europa, 915 MHz in Nordamerika. Für den Spektrumzugang zahlen Sie nichts. Die Reichweite hängt von der Umgebung ab, doch Outdoor-Installationen erreichen mit einem einzigen Gateway regelmäßig 5 bis 15 km bei Sichtverbindung.

Der Kompromiss ist die Payload-Größe. LoRaWAN-Pakete sind klein, typischerweise bis zu 250 Bytes. Das reicht für einen Temperaturwert, eine GPS-Koordinate oder einen Bodenfeuchtigkeitswert. Für ein Foto, ein Sprachpaket oder ein Firmware-Update ohne Fragmentierung reicht es nicht.

Der Stromverbrauch ist extrem niedrig. Ein Sensor mit zwei AA-Batterien kann 5 bis 10 Jahre laufen und alle 15 Minuten Daten senden.

Am besten geeignet für: Landwirtschaftssensoren, Überwachung von Smart Buildings, industrielles Asset-Tracking, Umweltsensoren und jede Anwendung, bei der Geräte batteriebetrieben sind und kleine, seltene Updates senden.

Nicht geeignet für: Echtzeitanwendungen, hohe Datenraten oder alles, was große Downlink-Payloads empfangen muss.

NB-IoT: Lizenziertes Spektrum, tiefe Durchdringung, vom Anbieter verwaltet

NB-IoT läuft auf lizenziertem Mobilfunkspektrum, das von Mobilfunknetzbetreibern verwaltet wird. Sie bauen keine Infrastruktur auf. Sie kaufen eine SIM-Karte und zahlen eine monatliche Gebühr. Die Abdeckung reicht so weit wie das Netz des Anbieters, was in dichten städtischen Umgebungen dank besserer Gebäudedurchdringung oft über LoRaWAN hinausgeht.

Die Verfügbarkeit beim Anbieter ist ein echter Faktor. In den USA stellte AT&T den NB-IoT-Dienst Anfang 2025 ein und migrierte Kunden zu LTE-M. In Großbritannien bietet Vodafone landesweite NB-IoT-Abdeckung. Bevor Sie sich für NB-IoT entscheiden, prüfen Sie, ob Ihre Zielmärkte aktive Netzabdeckung von einem Anbieter haben, der die Technologie nicht abschaltet.

Kosten: bei den meisten Anbietertarifen rund 0,50 $ pro Monat und Gerät.

Am besten geeignet für: städtische Versorgungszähler, fest installierte Umweltsensoren, Parksensoren.

Mobilfunk (LTE-M, 4G, 5G): Echtzeit, hohe Datenmengen, bewegliche Assets

Standard-Mobilfunkkonnektivität bietet die höchsten Datenraten und die geringste Latenz der drei Technologien. Sie funktioniert mit einer Standard-SIM. Geräte können große Payloads empfangen, Daten in Echtzeit streamen und überall arbeiten, wo ein Mobilfunksignal vorhanden ist.

Kosten: typischerweise 1 bis 10 $ pro Monat und Gerät, je nach Datenvolumen und Anbieter.

Am besten geeignet für: Flottenortung, Kühlkettenüberwachung, mobile Assets, videofähige Geräte und jede Anwendung, die Echtzeitdaten erfordert.

Entscheidungstabelle

FaktorLoRaWANNB-IoTLTE-M / 4G / 5G
Reichweite5 bis 15 km (Outdoor)Vom Anbieter abhängigVom Anbieter abhängig
Payload-GrößeBis zu ~250 BytesBis zu ~1.600 BytesHoch (keine praktische Grenze)
Batterielaufzeit5 bis 10 Jahre2 bis 5 JahreMonate bis 2 Jahre
DatenlatenzSekunden bis MinutenSekundenMillisekunden bis Sekunden
Monatliche Kosten pro GerätNiedrig oder kostenlos (öffentliches TTN)~0,50 $1 bis 10 $
EchtzeitfähigkeitNeinEingeschränktJa
NetzbesitzOptionalAnbieterAnbieter

Wie TagoIO sich mit allen dreien verbindet

TagoIO unterstützt alle drei Konnektivitätstypen nativ. Für LoRaWAN integriert sich TagoIO direkt mit TTN, ChirpStack, Actility und anderen Network-Servern. Bei NB-IoT- und Mobilfunkgeräten kommen die Daten über MQTT oder HTTP an. Für Satellitenkonnektivität unterstützt TagoIO die Integration mit Anbietern von Satellitenmodems, die einen MQTT- oder HTTP-Endpunkt bereitstellen.

Ihre Konnektivitätswahl ist eine Hardware- und Abdeckungsentscheidung, keine Plattformentscheidung.

Die vollständige Integrationsdokumentation finden Sie unter https://docs.tago.io.

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