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Ein vollständiger Leitfaden zum Submetering

Submetering ist eine zentrale Lösung für effizientes Verbrauchsmanagement und sorgt für Transparenz, Genauigkeit und Kosteneinsparungen in den unterschiedlichsten Umgebungen. Dieser Blog erklärt die Grundlagen, Funktionsweisen und Vorteile des Submetering für Eigentümer, Mieter und die Umwelt. Erfahren Sie, wie sich Submetering von der Summenzählung und anderen Abrechnungsmethoden unterscheidet, welche zentralen Komponenten und Infrastruktur dazugehören und welche Vorteile es bietet, darunter exakte Messung, Leckerkennung, faire Abrechnung und wertsteigernde Ausstattung.

TagoIO Team ·
Ein vollständiger Leitfaden zum Submetering

Submetering hat sich zu einer zentralen Lösung für effizientes Verbrauchsmanagement entwickelt und sorgt in den unterschiedlichsten Umgebungen für Transparenz, Genauigkeit und Kosteneinsparungen. In diesem Blog beleuchten wir die Grundlagen des Submetering, seine Funktionsweisen und die Vorteile, die es Eigentümern, Mietern und der Umwelt bringt.

Ob Sie als Eigentümer eine faire Abrechnung anstreben, als Mieter nach exakten Verbrauchsgebühren suchen oder einfach neugierig auf diese innovative Technologie sind: Dieser Blog vermittelt Ihnen ein kompaktes und zugleich vollständiges Verständnis des Submetering.

Was ist Submetering?

Submetering bezeichnet die Installation einzelner Zähler zur Messung des Verbrauchs bestimmter Versorgungsgüter wie Strom, Wasser, Gas oder thermischer Energie innerhalb einzelner Teileinheiten oder Bereiche eines größeren Gebäudes. Anders als bei der herkömmlichen Summenzählung, bei der ein einziger Zähler den Gesamtverbrauch eines ganzen Gebäudes oder Komplexes erfasst, ermöglicht Submetering die Messung und Nachverfolgung des individuellen Verbrauchs.

Submetering im Vergleich zur Summenzählung und anderen Abrechnungsmethoden

Submetering steht im Gegensatz zur Summenzählung, bei der ein einziger Zähler den Gesamtverbrauch eines ganzen Gebäudes oder Objekts erfasst. Die Summenzählung vereinfacht zwar die Abrechnung, führt aber oft zu Ungerechtigkeiten und dazu, dass sich die Kosten nicht genau auf einzelne Mieter oder Einheiten verteilen lassen. Submetering hingegen ermöglicht eine präzise Messung und Abrechnung auf Ebene der einzelnen Einheit und stellt sicher, dass Mieter nur für ihren tatsächlichen Verbrauch zahlen.

Neben der Summenzählung sind weitere Abrechnungsmethoden gängige Alternativen, etwa verhältnisbasierte Abrechnungssysteme (RUBS) oder die Pauschalabrechnung. Bei RUBS werden die Versorgungskosten anhand vorab festgelegter Formeln verteilt, beispielsweise nach Anzahl der Bewohner oder Quadratmetern, was den tatsächlichen Verbrauch womöglich nicht korrekt abbildet. Die Pauschalabrechnung wiederum berechnet einen festen Betrag pro Einheit, unabhängig vom Verbrauch. Submetering bietet gegenüber diesen Methoden Vorteile, weil es den Verbrauch direkt misst, für Fairness und Genauigkeit bei der Abrechnung sorgt und die Vorgaben auf Landes- und Bundesebene einhält.

Vorschriften auf Landes- und Bundesebene

In den USA setzen Bundesstaaten und Kommunen zunehmend strengere Energieanforderungen durch, die sich erheblich auf die Submetering-Praktiken von Gewerbe- und Wohnimmobilien auswirken. Ein Beispiel ist das Local Law 88 von New York City, das die Installation von Submetern bis zum 1. Januar 2025 vorschreibt, und zwar für jedes Gebäude mit mehr als 50.000 Quadratfuß sowie für Mieter, die mehr als 10.000 Quadratfuß Fläche anmieten. Dieses Gesetz soll Transparenz und Verantwortlichkeit beim Verbrauch erhöhen und eine faire, exakte Abrechnung für einzelne Mieter sicherstellen.

In Europa treibt die Europäische Union aktiv den Ausbau intelligenter Stromnetze und intelligenter Zähler voran, um die Verwaltung von Energienetzen zu verbessern und einen effizienteren Verbrauch zu ermöglichen. Um den Fortschritt beim Ausbau intelligenter Messsysteme in den EU-Mitgliedstaaten zu bewerten, hat die Europäische Kommission ein Dokument mit dem Titel “Benchmarking smart metering deployment in the EU-27 with a focus on electricity” veröffentlicht. Laut Kommission kann Submetering erhebliche Einsparungen von 15 bis 30 Prozent beim Energieverbrauch, bei den damit verbundenen Kosten und bei den CO2-Emissionen erzielen. Diese Ergebnisse zeigen, welchen großen Einfluss Submetering auf die Steigerung der Energieeffizienz und die Förderung der Nachhaltigkeit in der gesamten Europäischen Union haben kann.

Zentrale Komponenten und Infrastruktur in Submetering-Systemen

Submetering-Systeme bestehen aus mehreren zentralen Komponenten und Infrastrukturelementen, die eine genaue Messung, Datenerfassung und Abrechnung ermöglichen. Zu den wichtigsten Komponenten gehören:

Submeter: Diese einzelnen Zähler werden auf Ebene der Teileinheit oder des einzelnen Mieters installiert, um den Verbrauch genau zu messen. Submeter sind in der Regel auf die jeweils gemessene Versorgungsart abgestimmt, etwa Stromzähler, Wasserzähler, Gaszähler oder Wärmemengenzähler.

Datenerfassung und Kommunikation: Submetering-Systeme können auf Datenerfassungsgeräte wie Datenlogger oder Sender zurückgreifen, die die Verbrauchsdaten von den Submetern sammeln. Diese Daten werden dann zur weiteren Auswertung und Abrechnung an ein zentrales Überwachungssystem oder eine cloudbasierte Plattform übertragen.

Überwachungs- und Verwaltungssoftware: Spezialisierte Software verarbeitet und analysiert die von den Submetern erfassten Verbrauchsdaten. Mit dieser Software können Eigentümer oder Verwalter Verbrauchsmuster nachverfolgen, exakte Rechnungen erstellen und Verbrauchsberichte für Mieter bereitstellen. Messinfrastruktur: Die Messinfrastruktur umfasst die physische Infrastruktur, die für die Installation der Submeter erforderlich ist, etwa Verkabelung, Netzwerkanbindung und weitere unterstützende Komponenten.

Das Bild oben zeigt ein beispielhaftes Submetering-Diagramm samt Datenfluss und veranschaulicht die wesentlichen Komponenten eines Submetering-Systems. Das Diagramm umfasst Zähler, Submeter, ein Gateway zur reibungslosen Datenübertragung in einem Smart-Building-Anwendungsfall sowie einen Network Server als standardisiertes Kommunikationsprotokoll, das in eine Cloud-Plattform integriert ist.

Vorteile des Submetering

Submetering bietet eine Reihe von Vorteilen für Eigentümer, Mieter und die Umwelt. Wir betrachten diese Vorteile mit Blick darauf, wie Submetering Energie- und Wassereinsparungen fördert und welche Kosteneinsparungen und welcher Return on Investment mit der Umsetzung verbunden sind.

Exakte Messung: Submetering ermöglicht eine individuelle Messung des Energie- und Wasserverbrauchs, sodass Mieter und Eigentümer ihre Verbrauchsmuster nachvollziehen können. Dieses Bewusstsein führt häufig zu bewussteren Verbrauchsgewohnheiten und verringert die Verschwendung von Energie und Wasser.

Leckerkennung und frühzeitiges Eingreifen: Submeter können Auffälligkeiten in den Verbrauchsmustern erkennen und helfen so, Lecks oder Ineffizienzen rasch aufzuspüren. Frühzeitiges Eingreifen und Reparaturen können erhebliche Wasser- und Energieverluste verhindern und führen zu Einsparungen und niedrigeren Kosten.

Faire und exakte Abrechnung: Submetering sorgt für eine faire und genaue Verbrauchsabrechnung auf Basis des individuellen Verbrauchs. Das beseitigt Unstimmigkeiten, die durch gemeinsame Zählersysteme oder willkürliche Verteilungsmethoden entstehen, fördert die Gleichbehandlung der Mieter und reduziert Streit um Verbrauchsgebühren.

Wertsteigernde Ausstattung: Submetering lässt sich als attraktives Merkmal für potenzielle Mieter oder Käufer positionieren. Energiebewusste Personen oder Unternehmen entscheiden sich womöglich für Objekte mit Submetering-Systemen, weil sie die Kostenvorteile und die nachhaltigen Praktiken solcher Gebäude erkennen.

Anwendungsfälle

Submetering findet seine Relevanz und Anwendung in den unterschiedlichsten Umgebungen, darunter Wohn-, Gewerbe- und Industriegebäude. In diesem Abschnitt betrachten wir die verschiedenen Umgebungen, in denen Submetering häufig zum Einsatz kommt, etwa Eigentumswohnanlagen, Mehrfamilienhäuser, Co-Living-Spaces und Einkaufszentren.

Wohngebäude

Eigentumswohnanlagen: Submetering in Eigentumswohnanlagen ermöglicht eine faire Verteilung der Versorgungskosten auf die einzelnen Eigentümer. Es fördert Transparenz und eine genaue Abrechnung auf Basis des tatsächlichen Verbrauchs, vermeidet Streitigkeiten und sorgt für eine gerechte Verteilung der Ausgaben.

Mehrfamilienhäuser: Submetering in Mehrfamilienhäusern gibt den Mietern ein direktes Verständnis ihres Verbrauchs und der damit verbundenen Kosten. Diese Transparenz fördert einen verantwortungsvollen Verbrauch und verringert die Energie- und Wasserverschwendung im gesamten Gebäude.

Co-Living-Spaces: Submetering ist besonders in Co-Living-Spaces relevant, in denen sich mehrere Personen die Versorgung teilen. Durch die Messung des individuellen Verbrauchs ermöglicht Submetering eine faire und exakte Abrechnung, fördert einen verantwortungsvollen Verbrauch und stellt sicher, dass jeder Bewohner für seinen eigenen Verbrauch zahlt.

Gewerbegebäude

Büroflächen: Submetering in Bürogebäuden ermöglicht eine genaue Messung und Verteilung der Versorgungskosten auf Mieter oder Abteilungen. Diese Transparenz fördert die Kostenkontrolle und schafft Anreize für energiesparende Praktiken, was die gesamte Betriebseffizienz verbessert und die Umweltbelastung verringert.

Einkaufszentren: Submetering in Einkaufszentren ermöglicht die Verteilung der Versorgungskosten auf einzelne Mieter auf Basis ihres tatsächlichen Verbrauchs. Dieser Ansatz sorgt für Fairness und ermutigt Mieter zu energieeffizienten Praktiken, was sowohl den Mietern als auch den übergeordneten Nachhaltigkeitszielen des Einkaufszentrums zugutekommt.

Submetering und eine IoT-Plattform für die Optimierung intelligenter Stromnetze nutzen

Mit dem wachsenden Fokus auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit setzen Regierungen weltweit strengere Anforderungen durch und fördern den Ausbau intelligenter Stromnetze und intelligenter Zähler. Diese Initiativen sollen die Verwaltung von Energienetzen verbessern und einen effizienteren Verbrauch ermöglichen. Submetering spielt eine entscheidende Rolle beim Erreichen dieser Ziele und birgt das Potenzial für erhebliche Einsparungen beim Energieverbrauch, bei den Kosten und bei den CO2-Emissionen.

Eine IoT-Plattform wie TagoIO kann den Prozess vereinfachen und die Vorteile des Submetering voll ausschöpfen. Die Cloud-Plattform von TagoIO bietet reibungslose Datenspeicherung, Echtzeit-Überwachung und Fernzugriff auf Verbrauchsinformationen und versetzt Eigentümer und Verwalter in die Lage, fundierte Entscheidungen über das Ressourcenmanagement zu treffen.